Institute of Design
University of Applied Arts
Vienna

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14th December 2017 – 15th April 2018 / Exhibition

Ästhetik der Veränderung – 150 Jahre Universität für angewandte Kunst Wien

Die Geschichte der Universität für angewandte Kunst Wien ist ein Teil der Kunstgeschichte Österreichs.

Im Jahr 1867 wurde am k. k. Österreichischen Museum für Kunst und Industrie (dem heutigen MAK) die Kunstgewerbeschule eingerichtet, um das österreichische Kunsthandwerk international konkurrenzfähig zu machen. Sie ist die Vorgängerinstitution der heutigen Universität für angewandte Kunst Wien, die nunmehr ihr 150-Jahr-Jubiläum feiert.

Diese Zeitspanne ist Thema des ersten Teils der Jubiläumsausstellung im MAK (Untere Ausstellungshalle). Während kurze Texte Schlaglichter auf die wechselvolle Geschichte der Angewandten werfen, bieten rund 400 Exponate Zugang zu Entwicklungen, die von ihr ausgingen und -gehen. Die Präsentation zeigt Objekte der universitätseigenen Sammlung, ergänzt durch Werke aus dem MAK und vereinzelte Leihgaben sowie etliche Dokumente aus dem Unterricht. Tausende Biografien sind mittlerweile durch Ausbildung und Lehre mit der Angewandten verbunden: darunter „Stars“ aus der Kunst-, Design- und Architekturgeschichte sowie noch kaum bekannte Namen.

Für die Ausstellungsgestaltung haben BWM Architekten eine enzyklopädische Gliederung der Themenpunkte gewählt, die zu unerwarteten Gegenüberstellungen führt. Die Entwicklung der Unterrichtsfächer wird in einer großen Genealogie in der zentralen Ausstellungshalle dargestellt. Zudem vermitteln zahlreiche Abteilungen der Angewandten in aktuellen Videos Zugänge zur heutigen Ausbildung, stellen Projekte der Studierenden vor und geben Einblicke in das Leben an der Angewandten.

Der zweite Teil der Jubiläumsausstellung (obere MAK-Ausstellungshalle) skizziert Thesen für die Zukunft und plädiert für eine Neuorientierung von Bildung, Kunst und Gesellschaft. In drei Kapiteln – „Social Turn“, „Technological Turn“ und „Cultural Turn“ – werden Trends zu Themenkomplexen gebündelt und vorgestellt. Neben zeitgenössischen künstlerischen Positionen nimmt die Ausstellung aktuelle zukunftsweisende Forschung in den Fokus und mündet in einer virtuellen Installation, die Denkanstöße und Visionen für die Zukunft zeigt.

„Zukunft ist da, wo wir uns selbst darum bemühen“, so Kurator Peter Weibel. Diesem Gedanken folgend, schafft das Kuratorenteam mit seinem Beitrag zur „Ästhetik der Veränderung“ ein interaktives Ausstellungserlebnis. Virgil Widrich und Stefan Unger von checkpointmedia sowie Pia Scharler und Gerhard Jordan von getusedtoit verstärken diesen Anspruch mit einem eindrucksvollen Gestaltungskonzept: Sie dekonstruieren den Ausstellungsraum, um ihn durch ein Spiel aus Hell und Dunkel zu verwandeln und so gekonnt zu inszenieren. Im Fokus stehen nicht Abbruch und Zerfall, sondern Aufbruch und Umbruch. Der Spot wird auf das Neue gerichtet, alte Strukturen verschwimmen im Dunkeln. Raumelemente wie Säulen und Träger tauchen in veränderter Form wieder auf, um von den BesucherInnen erobert zu werden. In dieser Kombination aus Ruine und Zauberwald können die Suche und die Neudefinition der Zukunft beginnen.

KuratorInnen: Peter Weibel, Vorstand ZKM | Zentrum für Kunst und Medientechnologie Karlsruhe, emer. o. Univ.-Prof., Universität für angewandte Kunst Wien; Gerald Bast, Rektor, Universität für angewandte Kunst Wien; Elisabeth Schmuttermeier, Kustodin MAK-Sammlung Metall und Wiener-Werkstätte-Archiv; Patrick Werkner, Kunsthistoriker, Univ.-Prof. an der Universität für angewandte Kunst Wien

Ausstellungseröffnung
14. Dezember 2017 - 19:00

Ausstellungsdauer
15. Dezember 2017 - 15. April 2018

MAK, Stubenring 5, 1010 Wien

Gerald Bast und Peter Weibel - Kuratoren im Gespräch
16. Dezember 2017 – 14:00

MAK, Stunbering 5, 1010 Wien

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